Die Offenburger Tafel zieht um – Hoffnung auf Verbesserungen
in den neuen Räumlichkeiten
Auszüge aus der BZ Plus:
Steigende Armut und Platznot: Die Offenburger Tafel fängt jene auf, die im Sozialstaat durchs Raster fallen – kämpft dabei aber selbst mit Logistik und Nachwuchssorgen.
Zwischen Schlachthofarealbaustelle und Mühlbachbrückenbaustelle versucht die Tafel Offenburg immer noch ihren Beitrag zu leisten. Um die 1000 Familien müssen pro Woche mit günstigen Lebensmitteln und Getränken versorgt werden. Die finanzielle Basis ist für alle unterschiedlich, betont der Vorsitzende der Tafel Offenburg e.V. Wolfhart von Zabiensky. „Mit Bürgergeld von 1400 Euro incl. Miete und Krankenkasse ist es schwer alle Bedürfnisse zu decken“. Für den Dachverband Tafel Deutschland ist Armut ein strukturelles Problem, das nicht allein mit Lebensmittelspenden gelöst werden kann. Aber die Tafelkundinnen und Kunden bestätigen, dass die Lebensmittel helfen etwas besser mit den knappen Ressourcen klar zu kommen.
Bereits morgens früh rollen die ersten Tafel – Transporter zu Lebensmittelmärkten, Bäckereien und Discountern um die Waren abzuholen. Derweil bilden sich schon die ersten Schlangen vor dem Tafeleingang. Ehrenamtliche sind die tragenden Säulen des Tafelgeschehens. Laut Herrn von Zabiensky sind das 120 engagierte Helfende, die an drei Tagen die Woche helfen Lebensmittel abzuholen, zu sortieren, Tische zu füllen und Regale einzuräumen. Die erschwerten Bedingungen durch den Um- und Neubau des gesamten Viertels lassen alle darauf hoffen, dass die Umbaumaßnahmen der neuen Räumlichkeiten, die die Tafel hoffentlich Ende des Jahres beziehen kann, schnell von statten gehen.
Alle Betroffenen, vor und hinter den Theken freuen sich unbeschwerter und vielleicht auch ein bisschen schneller arbeiten zu können, Wartezeiten zu verkürzen und Einkaufswege zu erleichtern.

