Katholische Frauengemeinschaft Nußbach spendet

Katholische Frauengemeinschaft hilft der Tafel Oberkirch

Spendenübergabe: (von links) Astrid Knosp, Ottmar Spinner, Annette Schwab, Martina Wurth.

Die katholische Frauengemeinschaft Nußbach spendet an die Oberkircher Tafel. Zum wiederholten Mal konnte die katholische Frauengemeinschaft dem Tafelladen Oberkirch eine Spende  bergeben, die Diakon Ottmar Spinner entgegennahm. Spinner ist Sprecher der Gruppe Diakonal, die unter anderem den Tafelladen Oberkirch unterstützt, in dem sie mit Spendengelder im Großmarkt dringend benötigte Lebensmittel für diese Einrichtung einkauft. Der Vorstand der katholischen Frauengemeinschaft Nußbach entschied sich nach ihrem erfolgreichen Adventsbasar unter anderem an die Oberkircher Tafel zu spenden, da diese auf Hilfe angewiesen sei. Die Tafel-Arbeit basiere auf Spenden. Ohne zur Verfügung gestellte Lebensmittel, finanzielle Zuwendungen und ehrenamtliche Unterstützung wäre die Arbeit nicht möglich, um Menschen zu versorgen.

 

Tafel Oberkirch ist personell gut aufgestellt

In Deutschland kämpfen immer mehr Tafelläden mit personellen Engpässen. Manches Angebot musste sogar schon eingestellt werden. Die Acher-Rench-Zeitung hat bei den Verantwortlichen der Oberkircher Tafel nachgefragt, ob auch hier Personalnot herrscht.

Die Oberkircher Tafel hat einmal die Woche für vier Stunden geöffnet, damit bedürftige Menschen  aus dem Renchtal dort Lebensmittel zum symbolischen Preis einkaufen können. Hinter den vier Stunden Öffnungszeit steckt allerdings deutlich mehr Arbeit als nur der Verkauf am Donnerstagnachmittag. Die ehrenamtlichen Fahrer der Tafel holen mehrmals die Wochen Waren ab, die Lebensmittel müssen sortiert und gelagert werden und hinter dem Dienst der Tafel steckt jede Menge Organisations- und Verwaltungsarbeit. Insgesamt 50 ehrenamtliche Mitglieder sind bei der Oberkircher Tafel engagiert – in unterschiedlichem Umfang. »Damit sind wir gut aufgestellt«, sagt Teamleiterin Gertrud Erdrich. Immer wieder gebe es Freiwillige, die sich engagieren wollten.

                  

Bei der Tafel Oberkirch erhalten Bedürftige Lebensmittel zum symbolischen Preis.

Ladenleiterin Liane Früh (links) und Teamleiterin Gertrud Erdrich.

Allerdings stellt sie eines fest: »Wenn ich oder die Ladenleiterin Liane Früh einen Nachfolger finden müsste, dann sähe es anders aus.« Zwar gäbe es ausreichend Menschen, die beim Einräumen von Waren und beim Verkauf helfen, mehr Verantwortung übernehmen wolle aber selten jemand. Noch steht keine Nachfolgefrage für Mitglieder der Leitungsebene im Raum. Sollte es aber mal so sein, erwarten Liane Früh und Gertrud Erdrich eine schwierige Suche. Wie in anderen Tafeln ist auch in Oberkirch der Altersdurchschnitt der ehrenamtlichen Mitarbeiter eher hoch. Die jüngsten Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Zum Team gehören viele Rentner und Hausfrauen. Momentan sind 130 Haushalte aus dem Renchtal berechtigt, bei der Tafel einzukaufen. »Die Warteliste ist abgearbeitet. Wer bei uns einkaufen darf und möchte, kann das auch tun«, berichtet Liane Früh. Da die Containersiedlung zur Unterbringung von Flüchtlingen der Vergangenheit angehört, sind dadurch einige Kunden weggefallen. Die zunehmende Rentnerarmut, von der immer wieder die Rede ist, bekommt die Tafel noch nicht zu spüren. »Es kann gut sein, dass sich viele bedürftige Rentner nicht trauen, bei der Tafel einzukaufen. Da gibt es für viele eine hohe Hemmschwelle«, vermutet Liane Früh.

Auch was die Waren angeht, ist die Oberkircher Tafel aktuell sehr zufrieden. »Die Weihnachtszeit ist traditionell eine Zeit, in der viele Spenden bei uns ankommen«, berichtet Gertrud Erdrich. Von diesen Spenden zehrt die Tafel bis ungefähr Ostern. Allerdings bringen die Spenden auch ein Problem mit sich. In den Räumen der Tafel gibt es wenig Lagerraum, weshalb die Mitarbeiter immer wieder damit beschäftigt sind, die Waren sinnvoll zu sortieren und zu verstauen. Nachdem die Tafel Oberkirch im vergangenen Jahr einen neuen Kühlwagen erhalten hat, steht für 2019 ein neues Projekt an: »Wir möchten unser Büro renovieren.«

 

 

Schüler der Realschule Oberkirch denken auch an Bedürftige

Foto: Schüler und Lehrer der Realschule Oberkirch, Mitarbeiterinnen des Tafelladens und jede Menge Geschenke

 

Drei große Kartons mit über hundert kleinen Geschenken für die Kinder, deren Eltern bei der Oberkircher Tafel einkaufen, übergaben Die Schülersprecher der Realschule Oberkirch am Montag den Organisatorinnen des Tafelladens.

Auf Initiative der Lehrerin Christiane Graab sammelte die Schülermitverantwortung (SMV) eine Woche lang kleine Geschenke von Ihren Mitschülern. Nachdem die Realschüler hörten, dass im Tafelladen in Oberkirch über hundert Kinder gemeldet sind, deren Eltern dort einkaufen, waren sie gerne bereit, ein Zeichen für Solidarität zu setzen. Etwas dem zu geben, der weniger hat, war für sie selbstverständlich. So füllten sich in kurzer zeit die Sammelkartons und den Schülersprechern und dem SMV-Lehrer Philipp Armbruster, welche diese Aktion betreuten, blieb nur noch, die Geschenke nach passendem Alter und Geschlecht zu sortieren, damit auch alles dort ankommt, wo es gebraucht wird und vor allem da, wo es eine kleine Freude bereitet. Gemeinsam mit den Lehrern übergaben Sie es dann persönlich an die Leiterin der Oberkircher Tafel, Gertrud Erdrich, die es sich nicht nehmen ließ, gemeinsam mit ihren Kolleginnen Brigitte Huber und Liane Früh ihre Organisation vorzustellen. Sie freuten sich sehr über die Gaben und malten sich schon aus, wie vielen Kindern im Laufe der Woche damit eine Freude gemacht werden kann.

 

Neues Kühlfahrzeug für die Oberkircher Tafel

 

   

Tafelladen Oberkirch finanziert Anschaffung mit Spenden

Die Mitarbeiter des Tafelladens Oberkirch dürfen sich über ein neues Kühlfahrzeug, einen Vito,  freuen. Sie profitieren dabei von vielen Spenden.

Für den Transport von Milch- und Fleischprodukten sowie Obst und Gemüse benötigt die Oberkircher Tafel ein Kühlfahrzeug. Da das alte Fahrzeug in die Jahre gekommen war, hat die Oberkircher Tafel in ein neues Fahrzeug investiert. Möglich war das durch die Kooperation der Tafel Deutschland mit Mercedes Benz sowie die Unterstützung durch den Discounter Lidl, wo Kunden ihr Flaschenpfand an die Tafel spenden können. Den Rest des Kaufpreises brachte die Tafel Oberkirch selbst auf – durch die Einnahmen im Tafelladen und viele Einzelspenden. Das Benzin für beide Fahrzeuge bezahlt der Lions Club Oberkirch-Schauenburg.

Tafeln in Baden-Württemberg suchen dringend Nachwuchs

Tafeln in Baden-Württemberg suchen dringend Nachwuchs

Mehr als 140 Tafeln versorgen Menschen in Baden-Württemberg mit Lebensmitteln. Die meisten dieser Einrichtungen für Kunden mit geringem Einkommen drückt selbst ein Problem: «Wir haben immense Nachwuchssorgen, besonders gravierend bei den Vorständen der Vereine», sagte der Vorsitzende des Zusammenschlusses Tafel Baden-Württemberg, Wolfhart von Zabiensky, der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb seien in den vergangenen Jahren bereits mehrere Tafeln in die Verantwortung von Hilfsorganisationen wie Caritas übergegangen, die über hauptamtliches Personal verfügen.

Zabiensky, 71 Jahre alt, verweist als Beispiel auf die Tafel Offenburg, in der er als Vorsitzender aktiv ist. Sie sei vor 20 Jahren gegründet worden. Viele der Gründer, die damals bereits im Rentenalter waren, seien noch immer dabei. «Entsprechend hoch ist das Alter der Vorstände.»

Die Politik könnte helfen, ehrenamtliche Arbeit attraktiver zu machen, ist von Zabiensky überzeugt. «Wir fordern, dass das Ehrenamt Rentenpunkte bekommt.» Eine entsprechende Petition an den Bundessozialminister im Internet läuft gerade.

Die Mitarbeiter der Tafeln spüren eine wachsende Armut in Deutschland, sagte von Zabiensky. «Die gravierend zunehmende Kinderarmut ist ein großes Problem.» 2016 seien etwa 24 Prozent der Kunden Kinder und Jugendliche gewesen, 2017 schon rund 30 Prozent. Ähnliches gelte für Rentner. Die Forderung der Tafeln an die Politik lautet daher: Armut verhindern. «Die Ursache der Armut können wir nicht beseitigen. Wir können nur die Armut ein bisschen lindern», so von Zabiensky.

Die Politik müsse mehr für die Kinder tun. Und die Menschen bräuchten Einkommen und Rente, von denen sie leben können. Deswegen sei die Tafel Baden-Württemberg in die Landesarmutskonferenz eingetreten und in das Bündnis gegen Armut im Alter. «Um da eine zu hörende Stimme zu bekommen.»

Wichtig sei den Organisatoren der Tafeln, den Kunden auf Augenhöhe gegenüberzutreten. «Der Kunde geht nicht betteln, er geht einkaufen», betont von Zabiensky. Daher müssen die Kunden, darunter viele Rentner und alleinerziehende Mütter, auch für jedes Produkt bezahlen – für Grundnahrungsmittel etwa zehn Prozent des Ladenpreises. Lebensmittel mit kurzem Haltbarkeitsdatum stünden als Spenden der Supermärkte zumeist ausreichend zu Verfügung. «Wir fahren täglich alle Geschäfte an und sammeln Lebensmittel ein.» Probleme gebe es schon mal mit länger haltbaren Lebensmitteln. Um diese ausreichend zu bekommen, helfen zum Beispiel Tütenverkaufsaktionen einzelner Einzelhandelsketten – Kunden können die mit Lebensmitteln gefüllten Tüten kaufen, die dann an die Tafeln übergeben werden.

Geldspenden und Einnahmen werden für Mieten, Strom, Fahrzeuge und Benzin gebraucht. Auch besondere Aktionen für Kinder müssen finanziert werden. Von Zabiensky wünscht sich manchmal mehr Engagement der Kommunen. Aber: «Die Initiative muss von uns aus kommen, man muss Forderungen stellen. Man muss als Bittsteller auftreten», weiß er aus Erfahrung.

Spende der Volksbank Ortenau

Spende der Volksbank Ortenau

Alle Jahre wieder unterstützt Volksbank Ortenau gemeinnützige Vereine und Institutionen aus der Region mit unserer Weihnachtsspende. In diesem Jahr dürfen sich die Einrichtungen über insgesamt 27.500 Euro freuen! Die Einrichtungen leisten ehrenamtliche Hilfe für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.
In dieem Jahr wurden auch die beiden Tafeln in Oberkirch und Offenburg bedacht.