Ein Starter-Paket für Erstklässler

Ein Starter-Paket für Erstklässler

Auch die Badische Zeitung hat über unser Ranzenfest berichtet:

Bereits zum sechsten Mal hat die Tafel Schulranzen an Erstklässler aus benachteiligten Familien verteilt. Die Kosten für die 38 Taschen der Erstklässler übernimmt die Stadt Offenburg, die Carl-Kaechelen GmbH und Geschäftspartner spenden ein Starter-Paket. Dem ersten Schultag steht nichts mehr im Wege.

Initiatorin der Aktion ist Ilse Herberg von der Offenburger Tafel, die bedürftige Bürgerinnen und Bürger mit günstigen Lebensmitteln versorgt. Als sie mitbekam, dass eine Lehrerin die Buntstift-Marke eines Kindes nicht akzeptieren wollte, kam ihr die Idee zu helfen. „Wir haben schließlich ein Bildungskonto bei der Tafel, unser Freundeskreis ist ziemlich groß. Das, so dachte ich, sollte man nutzen“, sagt sie. Sie sprach bei Oberbürgermeisterin Edith Schreiner vor, und kurz danach stimmte der Gemeinderat einstimmig für den Vorschlag. Seither stehen der Tafel jedes Jahr bis zu 5000 Euro für die Ausstattung von Erstklässern zur Verfügung.

Der städtische Fachbereichsleiter Michael Hattenbach beteuerte auch nach sechs Jahren das fortgesetzte Engagement der Stadt: „Jedes Kind verdient eine gute Schulbildung, deshalb stehen Stadtverwaltung und Gemeinderat noch immer hinter diesem Projekt.“ Barbara Kempf, stellvertretende Leiterin des Schulamts Offenburg, erklärte: „Wir wünschen jedem Kind einen tollen Schulstart, die Aktion trägt dazu ganz bestimmt bei.“

Die Kinder haben die Wahl zwischen vier Schultaschenmodellen – zwei für Mädchen, zwei für Jungs. Die Modelle hat Simone Kaechelen von der Carl-Kaechelen GmbH ausgewählt. Dazu bekommen alle Kinder noch einen Karton mit allem, was in der Schule so gebraucht wird: Spitzer, Blei- und Buntstifte für alle. Gespendet wurde das von den Kaechelen-Zulieferern Brunnen, Staedtler, Tesa und Leitz. „Weil Bildung die Eintrittskarte zu unserer Gesellschaft ist, unterstützen wie solche Aktionen seit Jahren“, sagte Simone Kaechelen. Was für die Zukunft der Kinder wichtig sei, seien die Lehrer, welche die Kinder weiter begleiten müssten, so Ilse Herberg. Deshalb freue sie sich besonder über den Besuch von Lehrerinnen beim Ranzenfest.

Der Zustrom an Flüchtlingen sei auch bei diesem Projekt zu spüren: „Vor einigen Tagen kam ein Kind aus Syrien zu mir, das noch keine Materialien für die Schule hatte. Nach Prüfen der Schulbestätigung konnten wir auch diesem Kind noch einen Schulranzen geben. Das hat mich glücklich gemacht“, sagt Herberg.

Im Allgemeinen habe der Flüchtlingsstrom der Tafel allerdings keine zusätzlichen Engpässe beschert: „Ich sehe darin eher eine Integrationsmöglichkeit, weil man bei uns leicht miteinander in Kontakt kommt.“
Autor:

Judith Reinbold

Link: www.badische-zeitung.de/offenburg/ein-starter-paket-fuer-erstklaessler–111286442.html

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