Spende der St.-Andreas-Stiftung unterstützt das Bildungsprojekt für Kinder

Spende der St.-Andreas-Stiftung unterstützt das Bildungsprojekt für Kinder

Eine großzügige Spende der St.-Andreas-Stiftung unterstützt das Bildungsprojekt für Kinder von »Tafel«-Kunden. Mit ehrenamtlichem Nachhilfeunterricht in den Familien soll mehr Chancengleichheit erreicht werden.

Mit einer Spende von 16 000 Euro unterstützt die St.-Andreas-Bürgerstiftung Offenburg das Bildungsprojekt der »Tafel« Offenburg. »Kinder brauchen mehr als Brot«, beobachten die »Tafel«-Leute täglich und starteten 2014 das »Bildungskonzept«. Es soll den Grundschulkindern der Kunden mit »Tafel-Pass«  ermöglichen, aus dem Kreislauf von Bedürftigkeit mit Bildung und damit zu Gestaltung einer Zukunft herauszufinden.

»Chancengleich sind unsere Kinder fast alle nicht«, weiß Ilse Herberg, Mitbegründerin der »Tafel« und Herz der Einrichtung. Im »Bildungsprojekt« unterrichten 17 Lehrende­ derzeit rund 44 Schüler in Deutsch und Mathe. Der Unterricht findet bei den Kindern daheim statt, damit soll zudem die Integration der gesamten Familie gefördert werden. Und so kompliziert ist es auch gar nicht: »Die Familien sind gastfreundlich, die Schüler sehr fleißig, alle warten mit Freude auf mein Kommen«, gibt Fatma Ügür, Lehramtsstudentin, einen Einblick in die Projektarbeit.

Bürgerschaftliches Engagement fördern

Für Armin Fink, Sprecher des Vorstandes der St.-Andreas-Bürgerstiftung, sei es in der Stiftungstradition erklärtes Ziel, »bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement zu fördern«. Ein breites Spektrum darf sich über die Zuwendungen der Stiftung freuen. Die Bereiche »Bildung, Senioren, Kultur« gehören dazu. Der Erlös der Spende stamme aus den Kapitalerträgen der St.-Andreas-Stiftung, erläuterte Fink. Die »Tafel« wird seit Jahren von städtischer Seite anerkannt und zum Beispiel durch die Schulranzen-Aktion unterstützt. Robert Pellengahr, stellvertretender Vorsitzender der »Tafel«, betonte, dass für das Bildungsprojekt laut Satzung keine Mittel der »Tafel« zur Verfügung stehen dürfen. Daher sei man auf Spenden angewiesen und über die großherzige Zuwendung der St.-Andreas-Stiftung sehr glücklich.

Erster Preistäger geworden

Die Lehrenden erhalten lediglich eine winzige Aufwandsentschädigung, sie sind in der Regel mehrere Stunden pro Woche zur Nachhilfe eingeteilt. Welche Früchte das Projekt Bildung bereits trägt, war am Mittwoch bei der Spendenübergabe zu hören. »Wir konnten schon Schüler bis zum Abi führen«, freute sich Ilse Herberg. Michael Merlin, Schüler und talentierter Gitarrenspieler, begleitete die Spendenübergabe mit feinen Klängen. Dahinter verbirgt sich eine schöne »Tafel – St. Andreas«- Kooperation. Für junge Musiker aus dem Umfeld der »Tafel« habe man sich bei der Stiftung »starkgemacht«, die gute Beziehung zur St.-Andreas-Stiftung genutzt. Die wiederum ist Kulturförderer. Michael Merlin ist Erster Preisträger des Wettbewerbs »Jugend musiziert« geworden.

»Das Bildungsprojekt baut Brücken, ermöglicht den Menschen, lebendiger Teil der Stadtgemeinschaft zu werden«, beschloss Armin Fink die Spendenübergabe. Und es gab noch einen Aufruf der hochengagierten »Tafel-Leute«: »Wir benötigen dringend Bufdis«, (Bundesfreiwilligen-Dienst), appellierte Pellengahr. »Einfach vorbeikommen im Laden am Unteren Angel und sich informieren.«

BZ: Tafel Offenburg versorgt 5000 Menschen mit Grundnahrungsmitteln

BZ: Tafel Offenburg versorgt 5000 Menschen mit Grundnahrungsmitteln

OFFENBURG. Die Tafel Offenburg versorgt rund 5000 Menschen mit Lebensmitteln. „Was uns beflügelt ist, dass Geben auch ein Nehmen ist“, beschrieb Ilse Herberg, Mitbegründerin der Einrichtung, bei der Mitgliederversammlung den Geist der rund 115 ehrenamtlichen Mitarbeiter im Verkauf und im Fahrdienst. Sie dankte ihnen für ihre wertvolle Arbeit für bedürftige Mitmenschen, die auch soziale Begegnung sei. Neue Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst und als Lehrende für Bildungsprojekt werden gesucht.

Täglich werden alle Märkte und Bäcker von Schutterwald bis Hausach angefahren, die Ware wird dann auch an die Nachbartafeln zwischen Waldkirch und Achern verteilt. Laut dem Vorsitzenden Wolfhart von Zabiensky wurden im vergangenen Jahr 1250 Paletten Lebensmitteln verteilt. 1300 Familien in Offenburg haben eine Kundenkarte. Das bedeutet: Etwa 5000 Menschen werden mit Grundnahrungsmitteln versorgt, sie können sich aus dem Angebot aussuchen, was sie wollen, und bezahlen dafür etwa 15 Prozent des normalen Preises.

Die Kunden der Tafel sind hauptsächlich Sozialhilfeempfänger, Asylsuchende, Rentner und Wohngeldempfänger. Einen gesonderten Einkaufstag pro Woche gibt es für Kranke, Schwangere und Menschen mit Handikap, in besonderen Einzelfällen wird ihnen die Ware nach Hause geliefert. Die mobile Tafel Gengenbach in der Kinzigtalhalle habe rund 100 Kundenkarten ausgegeben, wie von Zabiensky bekannt gab. 115 Kundenkarten seien bei der Tafel Oberkirch im Umlauf. Dort gebe es ab und zu Frühstück und Mittagessen für Senioren, außerdem einen Eistag für Kinder und Erwachsene, zu besonderen Anlässen dürfe umsonst eingekauft werden, berichtete Gertrud Erdrich. Neben der Abgabe von Lebensmitteln unterhält die Tafel das Bildungsprojekt, das Kindern von Tafel-Kunden bessere Chancen ermöglicht. Mit Unterstützung von Kooperationspartnern und der Stadt organisiert die Tafel seit Jahren die Schulranzen-Aktion für Schulanfänger, außerdem bekommen derzeit 44 Kinder mit Lernschwierigkeiten Nachhilfe, Hausaufgabenkontrolle sowie Beratung und Hilfe bei Berufswahl und Wahl eines Ausbildungsplatzes. 18 Lehrende engagieren sich ehrenamtlich: Schüler, Studenten und pensionierte Lehrer. Mit Erfolg, wie der Vorstand berichtete, er sprach von „deutlichen Verbesserungen“. Da noch sechs Kinder auf der Warteliste stehen, werden weitere Lehrende gesucht.

Laut Bericht zur Kassenprüfung von Robert Pellengahr und Christine Huber wurden im vergangenen Jahr 230 000 Euro umgesetzt. Wichtige Investitionen seit April 2017 seien unter anderem eine neue Telefonanlage sowie die Renovierung und Einrichtung der Unterrichts-und Sozialräume gewesen. Kosten verursachten auch die Reparatur und Wartung der Kühlanlage, die Wartung der Autos und die TÜV-Abnahme. Geschäftsführerin Monika Strauch stellte danach den Verein „Frauen helfen Frauen“ vor. „Wir sind dankbar für die Kooperation“, sagte sie und bedankte sich für den unbürokratischen Zugang, den die Frauen des Frauenhauses anonym nutzen können.

Axel Richter engagiert sich im Verein „Pflasterstube“ des Ursula-Heimes für die medizinische Grundversorgung obdachloser Menschen. Ohne Ernährung und medizinische Betreuung sei soziale Versorgung nicht möglich, deshalb sei auch er dankbar für die Zusammenarbeit mit der Tafel. Auch die Bahnhofsmission gehört zum Netzwerk der Hilfen für Bedürftige in Offenburg, berichtete Dieter Bergmann von der Anlaufstelle auf Gleis eins. Die Einrichtung sei oft erste Kontaktstelle auch für Obdachlose, dankte er der Tafel für die Unterstützung.

Die Tafelbewegung ist dieses Jahr 25 Jahre alt. 934 Tafeln gibt es in Deutschland. Die erste Tafel in Baden-Württemberg wurde 1993 eröffnet. Auf der Basis einer privaten Initiative wurde 1999 die Offenburger Tafel „Am Unteren Mühlbach 1“ gegründet. Der Begriff Tafel ist geschützt. 2017 wurde die Offenburger Tafel per Satzungsänderung umbenannt in Tafel Offenburg.

E-Optimum spendet Ostergeschenke für die Tafelkinder …

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Wie 2017 wollte die Belgschaft von e.optimum Offenburg zum Frühling den Tafelkindern eine kleine Freude bereiten. Es wurde eine sooo große Freude! Eine Auswahl von ca 50 Kindern ware unter den mehr als 600 Tafelkindern, die zu unseren Familien gehören. Wir wählten die 8 bis 12 jährigen, fleißigen Nachhilfeschüler und unsere Erstklässler des Schuljahres 2017/2018 aus.

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